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<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"><id>tag:bruphi.blog.de,2009-11-22:/</id><title>Der junge Bruder in Washington</title><link rel="self" href="http://bruphi.blog.de/feed/atom/posts/"/><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/"/><generator version="1.0">MokoFeed</generator><updated>2009-11-22T03:36:43+01:00</updated><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-11-16:/2009/11/16/lebenden-7386023/</id><title>wieder unter den Lebenden</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/11/16/lebenden-7386023/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-11-16T16:29:03+01:00</published><updated>2009-11-16T16:29:03+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Sorry für die lange Pause, ich wollt mich Freitag schon melden, aber konnte mal wieder die Seite nicht aufrufen - weshalb auch immer. Davor war ich anderweitig nicht in der Lage. Am 06.11. bekamen diejenigen, die wollten, die Schweinegrippeimpfung, für mich ne gute Gelegenheit, grade im Ausland (und vermeintlichen Risikogebiet - naja in Deutschland scheints ja momentan schlimmer zu sein) und in regelmässigem Kontakt mit alten Leuten, die mich oder die ich anstecken könnte(n). Sonntag jedenfalls musste ich dann mit Übelkeit ins Bett und blieb dort bis Donnerstag - obschon der Arzt eine Reaktion auf die Impfung ausschloss, denke ich mal dass es davon kam. Aber es gibt wohl verschiedene Faktoren: vielleicht auch eine Folge des doch anderen Essens(-stils) - obschon unser Koch wirklich geschenkcharakter hat. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schliesslich wieder auf den Beinen lud mich Samstag Michael ein nach Virginia hinauszufahren um ein paar GermanStores zu besuchen. So gabs denn zum Lunch gute gebratene Weisswurst mit Senf und Sauerkraut im Brötchen (das erwartete ich nicht im geringsten als ich Weisswurst bestellte), Bretzln und Leberkäs - uns beiden fiel aber auf, wie satt das deutsche Zeug macht....&lt;br&gt;
Am Abend war in Sacred Heart ein Doppeljubiläum: 25 Jahre Kapuzinerpräsenz und 25 Jahre Bischofsweihe von Kardinal Sean. Die Pfarrei ist sehr bunt und dementsprechend war auch die Liturgie: fünf verschiedene Sprachgruppen wirkten mit ihren Elementen und Texten mit. 17:30 sollte es los gehen, um 17:50 waren wir schliesslich in die Kirche eingezogen, 15 Minuten dauerte die 3 sprachige Einführung. Das krasseste aber war die 20 Minuten lange Gabenbereitung: Nach dem ersten Lied, konnten die Haitianer tanzend (2 Schritte vor, einer zurück - beginnend ganz hinten) die Gaben bringen. Um 20 Uhr war schliesslich die Messe zu Ende und zusammen mit Matt schaute ich, dass ich zurück ins Kloster komme. Wir hatten schliesslich noch was vor: nämlich kochen - was? Kässpätzle natürlich und ein gutes Paulaner. Schliesslich kamen noch einige Brüder hinzu und die deutsche Ware verschwand dann doch ziemlich schnell. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/11/16/lebenden-7386023/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-11-06:/2009/11/06/erstaunlich-7322534/</id><title>erstaunlich...</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/11/06/erstaunlich-7322534/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-11-06T21:56:36+01:00</published><updated>2009-11-06T21:56:36+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Neulich schrieb ich über den Ordensnachswuchs und dass mehr noch die Army momentan tausende Anwärter hat. Letzten Sonntag kam dazu beim "Weltspiegel" eine interessante Dokumentation - nachzusehen auf &lt;a href="http://www.weltspiegel.de"&gt;www.weltspiegel.de&lt;/a&gt; (im Postulat lernte ich diese Sendung wirklich schätzen). Ein paar Gedanken dazu: es ist schon erstaunlich, was Leute mit sich anstellen lassen nur um einen vermeintlich sicheren Job und Ausbildung zu haben. Zuerst psychologisch und körperlich nieder gemacht, damit vom alten Menschen nichts mehr übrig bleibt und man schliesslich eine opferwillige Kampfmaschine ist, gilt es letztlich das erlebte irgendwie zu kompensieren; die Selbstmordrate unter den Rückkehrern aus den Kriegsgebieten ist fast schon höher als die der Gefallenen. Es ist erstaunlich wie viel Geld in die Army fliesst, allein um Neulinge anzuwerben, und welche Mächte, das ganze am laufen halten - Terror und Krieg scheinen doch Hand in Hand zu gehen. Wie viele Milliarden könnten sinnvoller eingesetzt werden...&lt;br&gt;
Es ist erstaunlich, dass viele eher diesen Weg gehen, als wirklich in ihr Herz zu hören und ihre Berufung zu erkennen.&lt;br&gt;
Mir geistert der Anruf Gottes an Abraham durch den Kopf: "Geh vor mir und sei ganz" - Heilig zu werden, bedeutet "ganz werden", mit meiner Schwächen und Stärken, Talenten, meinem DaSein und SoSein zu leben - der Plan den Gott mit einem jeden von uns hat, führt letztlich dazu alles zu integrieren. Der Weg der Berufung bedeutet zwar auch ein Zurücklassen, ein Aufgeben von vielleicht lieb gewordenem, aber führt letztlich zu einer grösseren Fülle.&lt;br&gt;
Es ist erstaunlich, wie paradox die Welt ist: um Sicherheit zu gewinnen, geht man ins Verderben, lässt sich niedermachen (von Offizieren oder Feinden); den Weg zur Seligkeit geht man nicht, weil er für viele zu paradox ist, mehr als Vertröstung erscheint.&lt;br&gt;
Es ist erstaunlich, warum dem Frieden der Krieg vorgezogen, der Sicherheit das Chaos. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/11/06/erstaunlich-7322534/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-11-01:/2009/11/01/h-all-hall-ow-s-ev-e-n-7288444/</id><title>H-ALL-(hall)OW(s)-EV(e)-N</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/11/01/h-all-hall-ow-s-ev-e-n-7288444/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-11-01T22:30:40+01:00</published><updated>2009-11-01T22:30:40+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Die letzten Tage standen im Zeichen von Halloween. Im Altenheim kamen Dienstag schon Kinder in Kostümen, um bei den Senioren zu sammeln und unsere Rekreationsraum wurde von unserem Senior mit Deko zugepflastert. Halloween ist schlichtweg hier so stark inkulturiert und im Grunde nicht sehr verschieden von unserem Fasching: Kostüme, geschmückte Räume, Parties, freilich mit einem mehr grusligerem Gepräge.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/dekorationskommando_joe_und_al/4065788" title="Dekorationskommando (Joe und Al)"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/788/4065788_f14dd1bf5e_s.jpeg" alt="Dekorationskommando (Joe und Al)"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/gruselkapuziner/4065789" title="Gruselkapuziner"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/789/4065789_a0478a36e6_s.jpeg" alt="Gruselkapuziner"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/dominikanerchor/4065790" title="Dominikanerchor"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/790/4065790_c2055a1b00_s.jpeg" alt="Dominikanerchor"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/verkleidete_pl_tiere_mit_kapuziner/4065791" title="verkleidete Plüschtiere mit Kapuziner"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/791/4065791_84adb05012_s.jpeg" alt="verkleidete Plüschtiere mit Kapuziner"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Jedoch reagieren die religiösen Gemeinschaften mit einem sehr guten Gegenprogramm. Gestern abend gingen also Juan, Patrick, Michael, Richard und ich zu den Dominikanern, die zu einer Vigil eingeladen hatten. Und wirklich: seit 11 Jahren scheint sich dies so gut rumgesprochen zu haben, dass ihr Chor (mit Platz vielleicht für 300 Leuten) gesteckt voll war. Musikalisch und inhaltlich echt ein Genuss (obschon ich mich dann doch bei kapuzinern mehr zu Hause fühle...): vier lange Lesungen, Te Deum, Komplet und Allerheiligenlitanei mit Lichterprozession. Den Brauch an Allerheiligen auf die Gräber zu gehen, scheint es hier allerdings nicht zu geben.&lt;br&gt;
Es ist ein sehr schöner Brauch - der mir hier irgendwie fehlt, und ich glaube gerade an Allerheiligen nicht verkehrt. Ein Heiliger, ist ein Heiliger, wenn er für die Kirche Bedeutung bekommt - durch ein Wunder, durch grossen Vorbildcharakter. Zu einem ersten Schritt gehört die Anerkennung des heroischen Tugendgrades. Ein Held sein - aber nicht für sich selbst. Die Heiligen weisen auf etwas grösseres hin, weisen darauf hin, dass ein Leben aus und in Gott zur Erfüllung führt, und lehren uns dabei, was es dazu braucht: eine lebendige Beziehung zu Gott im Gebet, im Leben aus den Sakramenten, und im Dienst an den Menschen. Die Heiligen werden nicht um ihrer selbst willen verehrt, sondern um das was Gott uns durch sie geschenkt hat - und ihre Tugend ist letztlich auch Geschenk von Gott - wiederum nicht für sie selbst, sondern, um zu einer Leuchte zu werden, zu einer Stadt auf dem Berg.&lt;br&gt;
Darum passt es auch, dass wir an Allerheiligen auf die Gräber gehen und unserer Toten gedenken - weil sie für uns soviel bedeutet haben und noch immer bedeuten, weil wir durch sie Gott erfahren durften (offen oder verborgen). Wir dürfen für Sie beten und sie beten für uns - für mich ein starkes Bild der Verbundenheit über den Tod hinaus. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"AUFERSTEHEN IST UNSERE GLAUBE, WIEDERSEHEN IST UNSERE HOFFNUNG, GEDENKEN UNSERE LIEBE"&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/11/01/h-all-hall-ow-s-ev-e-n-7288444/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-26:/2009/10/26/komm-isch-getz-fernsehn-7248485/</id><title>komm isch getz im fernsehn?</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/26/komm-isch-getz-fernsehn-7248485/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-26T18:59:22+01:00</published><updated>2009-10-26T19:34:21+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Gestern durften Richard und ich für die Little Sisters bzw. für die Dankmesse anlässlich der Kanonisation Jeanne Jugans im NationalShrine ministrieren. Da das ein Event war wurde es Live übertragen und steht nun auch im Internet. Somit könnt ihr mal diese wirklich grosse Kirche und amerikanische Liturgie in ihrer Perfektion (für mich als Kapuziner ist es dann doch zu pompös) erleben.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.catholictv.com/shows/default.aspx?seriesID=111&amp;videoID=75"&gt;http://www.catholictv.com/shows/default.aspx?seriesID=111&amp;videoID=75&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/26/komm-isch-getz-fernsehn-7248485/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-25:/2009/10/25/schokoriegelgesetz-7240866/</id><title>Schokoriegelgesetz</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/25/schokoriegelgesetz-7240866/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-25T15:45:23+01:00</published><updated>2009-10-25T15:45:23+01:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Gestern wurden bei Euch die Uhren umgestellt, bei uns nicht, somit trennen uns also nur 5 Stunden zumindest für eine Woche. Klingt komisch, ist aber so. Es gibt dafür allerdings eine Erklärung, denn für die Süsswarenproduktion bedeutet es wohl einen immensen Unterschied ob die Kiddies an Halloween länger raus dürfen oder nicht, eben weil es länger hell bleibt (oder nicht). Somit stellen die USA ihre Uhren gemäss des (nennen wir es einfach mal so) "Schokoriegelgesetzes" erst eine Woche später um.&lt;br&gt;
Euch nen schönen Sonntag!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/25/schokoriegelgesetz-7240866/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-23:/2009/10/23/mal-indisch-7230778/</id><title>mal indisch</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/23/mal-indisch-7230778/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-23T17:14:43+02:00</published><updated>2009-10-23T17:14:43+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Unser Bruder Steve, Inder, hat Freunde die ein Restaurant betreiben und die die Brüder in Ausbildung einmal im Jahr einladen, ausserdem war Vorabend des Geburtstages unseres Guardians, somit also Grund genug ordentlich zu feiern, eben auf indisch. Aber keine Sorge es gab nicht wie bei Indiana Jones Affenhirn, das Foto beweist hoffentlich das Gegenteil:&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/hauptspeise/4033671" title="Hauptspeise"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/671/4033671_df9c26a832_s.jpeg" alt="Hauptspeise"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Grund genug aber auch den Brüdern eine Tradition nahezulegen: das NoHayaLita. Für nicht Insider, NoHayaLita bedeutet soviel wie ad multos annos - auf viele Jahre, und ist irgendwie aus dem orthodoxen Raum in die westfälische Provinz gelangt und nun eben nach Amerika. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hier in den USA ist es üblich, über den Priester- und Ordensnachwuchs zu informieren, den Gläubigen konkrete Gesichter zu geben, um für sie zu beten. In der Provinz St. Augustin sind momentan 45 Brüder in Ausbildung (obschon es vor Postulat noch das Borromäum, das mit Studium verbunden ist, oder die Casa Padre Pio gibt). &lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/friars_in_formation/4033679" title="friars in formation"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/679/4033679_562c78e8c7_m.jpeg" alt="friars in formation"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Neulich berichtete die Tagesschau, dass es in der US Army momentan nicht an Rekruten fehle, nicht etwa weil alle in den Krieg ziehen wollen, sondern weil sie Sicherheit suchen. Es scheint aber meiner Meinung nach nicht nur die Weltwirtschaftskrise zu sein, die die Menschen neu nach Halt suchen lässt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/23/mal-indisch-7230778/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-19:/2009/10/19/pittsburgh-orgeln-kochen-studium-7201186/</id><title>Pittsburgh, Orgeln, Kochen und Studium</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/19/pittsburgh-orgeln-kochen-studium-7201186/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-19T15:52:40+02:00</published><updated>2009-10-19T16:00:05+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Am Freitag war die Feier für die Jubilare in Pittsburgh, nachdem drei unserer Brüder im Haus feierten, war es also ein schönes Geschenk für diese Brüder, den Weg auf uns zu nehmen und mit ihnen zu feiern. Da die meisten jungen Brüder aber momentan im Midtermstress sind, waren wir bloss zu dritt (+ein Gast).&lt;br&gt;
# Ein &lt;strong&gt;Mörderunternehmen&lt;/strong&gt;: 5 Stunden hin, Messe, Dinner, 5 Stunden zurück. Die Zeit verging aber recht schnell, wir hatten Laptop und DVDs dabei und das Gebet darf bei einer Fahrt auch nicht unterbleiben. In Pittsburgh dann Nebel und Nieselregen - schön, wie in Münster...; und ein herzliches Wiedersehen mit Postulanten, Novizen, Provinzial und den 12 Jubilaren.&lt;br&gt;
# &lt;strong&gt;70x "enjoy?&lt;/strong&gt;": Br. Paul hat seit einigen Wochen die lustige Angewohnheit mir ständig "enjoy?" zu zurufen, bei dem Gedanken einen ganzen Tag mit ihm im Auto zu verbringen half also nur eines: zählen. Jim, der das ganze dann mitbekommen hat, als ich jedes mal, wenn er mir zurief eine Zahl mehr sagte, kriegte sich kaum mehr ein und schliesslich gratulierte ich ihm dann recht herzlich zum 50., woraufhin dann die restlichen 20 enjoys folgten. Vielleicht versucht sich Paul nun deshalb in den nächsten 24 Stunden mit Synonymen, ich schlug vor, er könnte auch das Gegenteil versuchen: hey phil, despaired? depressed? - wenn er verliert und das wird er, gibts ein German Bierchen für mich.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Samstag war recht ruhig, wiedermal lesen.&lt;br&gt;
# Mir fällt auf dass ich in der Zwischenzeit effektiver arbeite - gerade auch was das Paper angeht; dieses &lt;strong&gt;Studiensystem&lt;/strong&gt; hat schon was: man vertieft sich wirklich intensiv in die Inhalte der Vorlesungen, auf der anderen Seite arbeitet man sich zu Tode - mir tun meine Mitbrüder echt leid (ich hab ja nur 2 Paper und eine Prüfung; diese aber mindestens das dreifache) - gerade in den letzten Tagen vor den Prüfungen merkte man schon recht deutlich die Anspannung.&lt;br&gt;
# Am Vormittag hatte ich eine &lt;strong&gt;Orgelaushilfe&lt;/strong&gt; - ein paar Worte dazu: Mittlerweile bin ich fast jeden Tag in unserem Haus im Einsatz, nachdem das Repertoire im Haus nicht so gross ist, aber weniger ein Problem. 2x die Woche spiele ich im Altenheim, nun also ein weiterer Einsatz. Die Instrumente sind mitunter ne Katastrophe (entweder digitaler Schrott oder wie in unserem Haus ne alte pneutmatische - wo eben die Luft überall rauskommt nur nicht an den Pfeifen) und mitunter passierts, dass ich, wenn ich Lieder auszusuchen habe, völlig daneben tappe; aber gut. Jedenfalls bekam ich gestern einen Scheck (ausgestellt fürs Haus, ich darf ja nix einnehmen): 120$ für zwei Gottesdienste, das is doch mal ein Stundenlohn...&lt;br&gt;
# Eigentlich wollte ich abends noch was arbeiten, doch da kamen die Brüder mit ner Einladung ins &lt;strong&gt;Kino&lt;/strong&gt; ganz gelegen. Filmbeginn 20:25 Uhr, wir starteten kurz nach acht am Haus, und kamen schliesslich - wie es kann es anders sein - um 20:30 Uhr im Kino an und stellen fest: die Schlange vor der Kasse ist so lange, dass wir 20 min. verpassen würden, also wieder zurück in die Gemeinschaft. Ich weiss schon warum ich auf Pünktlichkeit bedacht bin...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sonntag war mit Dan &lt;strong&gt;Kochen&lt;/strong&gt; angesagt. Ich versuchte mich wiedermal an einem Hefezopf - diesmal mit Speck und Zwiebeln und den richtigen Mengenverhältnissen - geht doch. Nach dem Frühstück also Hefeteig machen, während dieser aufging, die Messe georgelt, danach in die Küche bis zwei Uhr vorbereiten und von vier Uhr an alles fertig machen bis um sechs Uhr die Brüder zum Essen kommen; alles in allem ein recht entspanntes, gemütliches kochen. Immerhin bin ich in den zwei Stunden Pause zu nem Mittagsschlaf und ner deutschen Vesper gekommen.&lt;br&gt;
Soweit, wiedermal ein volles Wochenende - Gott sei Dank ist es nicht immer so - naja, wers glaubt....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/19/pittsburgh-orgeln-kochen-studium-7201186/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-15:/2009/10/15/tierwelt-7177337/</id><title>Rocky, (Cock-)Roachy und der Hirsch</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/15/tierwelt-7177337/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-15T20:56:37+02:00</published><updated>2009-10-18T00:44:52+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Darf ich vorstellen: Rocky unser Eichhörnchen&lt;a title="Rocky " href="http://www.blog.de/media/photo/rocky/4006741"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/741/4006741_5a8d2bbd6d_s.jpeg" alt="Rocky "&gt;&lt;/a&gt;&lt;a title="Raubtierfütterung" href="http://www.blog.de/media/photo/raubtierf_rung/4006742"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/742/4006742_63f7fcfb43_s.jpeg" alt="Raubtierfütterung"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt; Rocky lebt im kleinen Wald unterhalb des Klosters, quäkt ab und zu lauthals vor meinem Fenster und wie auf den Fotos zu sehen erhält er seinen Wintervorrat auch von uns: Entweder verbuddelt er die Ware oder er konsumiert sie sofort, jedenfalls echt goldig. Eigentlich wollten wir ihn Larry nennen, aber nachdem unser Koch so heisst, fanden wir Rocky doch besser.&lt;br&gt; Im Wald gibts auch Fuchs, Waschbär und sogar einen Hirsch, die von uns mit Überresten versorgt werden. Das gute dabei ist, dass diese nicht mit uns am Tisch essen, was man von anderen Tieren nicht behaupten kann: ich muss schon sehr gegen den Brechreiz kämpfen wenn mir beim Frühstück eine Kakerlake begegnet - und die hats in diesen alten Gemäuern en mass. Is dann aber schon irgendwie lustig, wenn alle am Tisch plötzlich zurück rutschen, den Boden beobachten, sich den Habit ausschütteln...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;passendes Video:&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Nk97Oil2qnc&amp;feature=related"&gt;http://www.youtube.com/watch?v=Nk97Oil2qnc&amp;feature=related&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt; Vielleicht kennt ihr aus amerikanischen Fernsehserien das Zirpen im Hintergrund. Inzwischen durfte ich das ganze Live erleben, es scheint hierzulande abertausende Grillen zu geben, die Tag und Nacht einen ungeheuren Lärm machen, aber mittlerweile ists denen wohl auch zu kalt geworden. &lt;br&gt; (apropos: 5 100W-Glühbirnen im Zimmer sind schon ne halbe Heizung - ich schlafe jetzt bei Festbeleuchtung..... - just kidding. Inzwischen hab ich einen kleinen elektrischen Ofen bekommen, der mein Zimmer etwas warm hält; das dumme ist nur, dass ich die wenigste Zeit im Zimmer bin....)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/15/tierwelt-7177337/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-13:/2009/10/13/kalt-7160223/</id><title>es wird kalt</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/13/kalt-7160223/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-13T13:30:15+02:00</published><updated>2009-10-13T13:30:15+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Mittlerweile zieht auch in Washington der Herbst ein, wir haben noch schönes Wetter - was sich aber ändern soll, aber es wird schon zunehmend kühler, weshalb ich gestern erst mal Teppiche für den kalten Fussboden bekommen habe und beim Studieren unter der Decke merken musste, dass dieses Polyesterzeug nich wirklich warm macht. Im Kloster ist es immer eine Machtfrage wann die Heizung angestellt wird, während die ersten schon am Erfrieren sind (und dicke Jacken über dem Habit tragen - im Haus), laufen die anderen noch mit kurzen Hosen und Barfuss durch die Gegend, und je nachdem zu welcher Gruppe die Verantwortlichen für die Heizung gehören, gibts eben früher oder später geheizte Räume. Meine Erfahrung bisher war aber trotz allem, dass selbst wenn die Zellen geheizt sind, die Gänge es doch meistens nicht sind und ich glaube hier wirds nicht anders werden. Ausserdem wurde mir schon angekündigt, dass der Heizkörper nur zwei Einstellungen kennt: Aus oder Sauna. Ich bevorzuge dann aber eher letzteres.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am Samstag war Recollectionstag, fra Antonio aus San Giovanni Rotondo, gab uns Impulse mit und über Padre Pio. Am Abend gings dann mit Richard in den besagten Film, doch zuvor in den Brickskeller - eine Bar mit über 300 Biersorten: sogar das gute Pinkus aus Münster war im Angebot.&lt;br&gt;
Sonntag Nacht wurde in Rom Jeanne Jugan, die Gründerin der Little Sister of the Poor heiliggesprochen - eine interessante Frau, die zusammen mit Gefährtinnen im 18. Jhd. alte Frauen und Männer aus ihren Verhältnissen holt, für sie betteln geht und sie adoptiert als ihre Mütter und Väter. Grund also im Altenheim gegenüber zu feiern.&lt;br&gt;
Gestern war Columbusday, was schulfrei bedeutete, und für mich die Gelegenheit, den ganzen Tag zu studieren...
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/13/kalt-7160223/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-11:/2009/10/11/eternal-life-7147097/</id><title>eternal life</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/11/eternal-life-7147097/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-11T17:14:16+02:00</published><updated>2009-10-11T18:22:13+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Der junge Mann im Evangelium heute frägt was er tun muss um das ewige Leben zu erhalten. Doch ist das heute noch eine Frage die uns umtreibt?&lt;br&gt;
Gestern war ich mit Richard im Kino "Invention of Lying" - der Trailer war ganz interessant - doch der Film entpuppte sich als pure Atheismus-Botschaft. Eine Welt in der die Wahrheit herrscht - kalt und langweilig. Ein Mann der es schafft zu lügen und damit die Welt wärmer macht und durch eine Lüge seine sterbende Mutter Frieden schenkt - nämlich ewiges Leben. Dumm nur dass er dafür auch Gott, die Theodizee, Himmel und Hölle erfinden muss.&lt;br&gt;
Religion also Jenseitsvertröstung, Gott erfunden?&lt;br&gt;
Ich fragte mich während des Films und danach was man darauf antworten soll. Zum einen ist Glaube, ein Überzeugtsein von Dingen die man nicht sieht. Hoffnung in etwas setzen, wovon man höchsten eine Ahnung aber keinen Beweis hat. Glaube bleibt Vertrauen und doch ist das Zeugnis der Offenbarung, der Heiligen, und schliesslich meine eigene Spurensuche, eine Basis auf der man stehen kann. Die Ursehnsucht des Menschen geht über ihn hinaus, der göttliche Funke ist nicht auszulöschen, sondern treibt den Menschen, wenn er auch oft dabei die Sehnsucht anderweitig stillen sucht.&lt;br&gt;
Der Glaube ist immer angefochten aber ich denke die Lesungen des Tages geben uns einen Leitfaden. Was muss ich tun? Gib alles weg - und ein Mitbruder drückte es neulich so aus: ich muss auch meine Flucht in die Bequemlichkeit verschenken -  eben dass Du merkst und kapierst, dass Gott da ist, handelt, wenn Du nicht mehr handeln kannst, dass Du - wie es eine andere Freundin sagte: nicht tiefer fallen kannst, als in seine liebende Hände. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was sonst los war, erfahrt ihr im nächsten Blog....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/11/eternal-life-7147097/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-05:/2009/10/05/freizeit-stille-franziskus-7104090/</id><title>über Freizeit, Stille und Franziskus</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/05/freizeit-stille-franziskus-7104090/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-05T16:04:06+02:00</published><updated>2009-10-05T16:34:58+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Das Wochenendprogramm hier in Washington hat wirklich immer etwas zu bieten. Bevor ich davon erzähle möchte ich aber zur Beruhigung besorgter Brüder&amp;Schwestern betonen, dass ich schon versuche meine Erlebnisse durch Stille Zeiten auszugleichen, bzw. dass auch unter der Woche für mich viel Raum dafür ist - obschon meine Freizeit ist doch stark von Studieren respective Lesen geprägt ist (oder bloggen...).&lt;br&gt;
Trotzdem brauche ich meine Auszeiten und der Transitus-Tag (der Tag an dem Franziskus starb) war für mich eine solche Gelegenheit - jedoch mit Hindernissen:&lt;br&gt;
nach der Messe wollte ich also durchstarten mit einer zweiten Meditationsrunde - da kommt Richard (es ist sein Geburtstag) und er möchte, dass ich mit zum Frühstück komme.... ausserhalb. Meine Wüstenzeit verringert sich..., zweiter Anlauf danach: die Kapelle ist normalerweise der beste Ort dafür - heute allerdings nicht: Putztag - also zurück ins Zimmer - dort stelle ich fest: es ist auch Putztag für andere Brüder, und geputzt wird mit Musik... - also Flucht in andere ruhige Orte: erste Kirche geschlossen, also NationalShrine: Oberkirche: Messe, also Krypta - dort: Messe --- aber es gibt eine kleine Seitenkapelle, dort zumindest etwas Ruhe, die Sakristanin bereitet gerade den Altar zur Anbetung - Grund zur Hoffnung - jedoch: als der Priester mit dem Allerheiligsten kommt, folgen ihm ungefähr 50 Leute in den kleinen Raum - und ich mittendrin und meine Stille Zeit unterbrochen durch englisches Rosenkranzgebet. Als die Gruppe zum zweiten Rosenkranz ansetzte, flüchtete ich schliesslich. Mir kam so der Gedanke dass Dämonen auch fromm sein können, Hauptsache sie hindern die geplagte Seele zur Ruhe zu kommen (soll nicht heissen, dass ich etwas gegen Volksfrömmigkeit habe, aber meiner Sehnsucht nach Stille kam das einfach nicht entgegen). Zurück im Kloster fand ich aber dann doch noch Ruhe in der für den Festtag geschmückten Hauskapelle.&lt;br&gt;
Am Abend gings dann zu den Franziskanern zur Transitusmesse mit dem Erzbischof und vielen franzisk. Gemeinschaften. Einen schönen Abschluss hatten wir dann schliesslich bei Bier, Popcorn und Pizza in unserer Küche (eben richtig familiär) und abschliessendem Film.&lt;br&gt;
Am Festtag selbst kam ich in den Genuss einer Gospelmesse in der Kapuzinerpfarrei Sacred Heart - jedoch der Gospelmännerchor, hatte dann doch viel Ähnlichkeit mit so manchem Männerchor in Deutschland (vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie das klingen kann). Die Stimmung bei solchen Gottesdiensten ist aber geprägt von Emotionalität und Engagement (der Prediger fordert zu Amen-Rufen auf usw.), was die Sache sehr lebendig macht....&lt;br&gt;
Das Franzsikusfest haben wir in der Gemeinschaft dann schön in der Vesper und einem grossartigem Abendessen ausklingen lassen. In der Vesper haben die Brüder im zweiten und dritten Ausbildungsjahr (also auch ich) ihre Intention für die Ausbildung kundgegeben (ob wir uns zum Priester-, Diakon- oder Laien-Bruder berufen fühlen).&lt;br&gt;
Jetzt aber noch ein Nachtrag zu Freitag: am Nachmittag besichtigte ich die NationalCathedral der Anglikaner (Fotos) und am Abend gings mit den jungen Brüdern zum Laser-Gun-Tag in die CatholicUniv.. Das hiess also: Räuber und Gendarm, naja besser Kriegspielen mit Laserwaffen. Die CapAttack war recht erfolgreich - vielleicht hatten manche zuviel Respekt vor einem Mönchen (und einige von uns waren wirklich im Habit) mit LaserMG oder es lag daran, dass einige der Brüder ausgebildete Schützen sind... - über Sinn und Unsinn der Aktion lässt sich streiten, für mich mal eine interessante Erfahrung, auch das Klientel zu sehen, aber wohl aus mehreren Gründen (franziskanischen und körperlichen - was hatt ich Muskelkater) nicht wirklich zu wiederholen.&lt;br&gt;
In den langen Pausen gings mit Paul und Rob zum Krabfest an die CUA, auf einer grossen Grünfläche war ein Buffet, Bier und Krebse - nachdem wir uns an einem Tisch Platz geschaffen hatten - (von den Überresten der Vorgänger) machten sich die beiden Brüder also mit Holzhammer an den Krebsen zu schaffen, knacken die Schale, quetschten die Beine aus und mir verging mehr und mehr der Appetit....
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/05/freizeit-stille-franziskus-7104090/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-01:/2009/10/01/flashmob-7080295/</id><title>Flashmob</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/01/flashmob-7080295/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-01T21:47:38+02:00</published><updated>2009-10-01T21:47:38+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;was an einem Nachmittag doch alles passieren kann:&lt;br&gt;
ich wartete an der Uni wie jede Woche auf meine Brüder und vertrieb mir die Zeit. Normalerweise kommen sie um 12:20 von der Vorlesung und dann fahren wir gemeinsam nach Hause. Um kurz vor eins wurde ich heute etwas unruhig, wo bleiben die? Ich schaute in den Vorlesungraum, niemand da. Ok ich muss wohl mit der Metro, doch halt, Mist, kein Geld dabei. Somit hatte ich also einen schönen Spaziergang nach Hause und kam dann gegen zwei Uhr dort an.... &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Fast jeden Tag kommt Richard an meiner Zelle vorbei, klopft, kommt rein, setzt sich mein Kapuziner-Soli-Deo (das was auch der Papst hat, nur in braun) auf den Kopf und tauscht Neuigkeiten aus. Heute klopfte es ein weiteres mal und Matt kam hinzu, zeigte mir auf Google Maps seine Heimat. Da die Tür offenstand kamen bald zwei weitere Brüder hinein, Gelegenheit also den Brüdern etwas bayrische Heimat auf dem PC zu zeigen. Flashmob - die Spontanparty auf engstem Raum....
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/01/flashmob-7080295/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-10-01:/2009/10/01/ordensjubilaeum-7078233/</id><title>Ordensjubiläum</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/10/01/ordensjubilaeum-7078233/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-10-01T16:16:12+02:00</published><updated>2009-10-01T16:16:12+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Insgeheim feiere ich heute mein 5-jähriges Ordensjubiläum - die offizielle Zählung der Provinz beginnt eigentlich erst mit dem Noviziat, jedoch für mich war der entscheidende Schritt, der ins Postulat und dies begann vor 5 Jahren in Olten. Und ein anderes Datum fasziniert mich momentan, seit 10 Jahren habe ich die Sehnsucht Priester zu werden. In der letzten Zeit bin ich immer wieder darauf gestossen und habs dementsprechend reflektieren können (sei es im Gespräch mit Brüdern; sei es durch Geburtstage - der 75. meines Opas erinnert mich doch sehr daran, dass ich nun das 5. mal nicht dabei sein kann). &lt;br&gt;Ich bin sehr dankbar für die Zeit im Orden, für die vielen Erlebnisse, Begegnungen bis heute hin, dort wo ich als letztes dieses Jahr verbringen wollte; und doch nun irgendwie zu Hause bin. In 10 bzw. 5 Jahren hat sich viel geändert und auch dafür bin ich froh. Vieles ist mir klarer geworden, was es zwar nicht immer einfacher macht, aber dennoch darf ich momentan eine starke Entschlossenheit für dieses Leben als Kapuziner spüren.  Es ist schön zu wachsen, Gottes Hand in der Geschichte und Gegenwart zu entdecken und so weiter zu gehen, mehr und mehr das Empfangene weiter zu schenken. Danke an dieser Stelle für Euer Gebet, Euer Mitgehen und Eure Geduld.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;pace e bene&lt;br&gt;&lt;strong&gt;&lt;img src="http://www.gloria.tv/image/smiley-monkschreib-39x32.gif" alt="" width="39" height="32"&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/10/01/ordensjubilaeum-7078233/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-27:/2009/09/27/oktoberfest-mehr-7049758/</id><title>Oktoberfest und mehr</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/27/oktoberfest-mehr-7049758/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-27T17:16:11+02:00</published><updated>2009-09-27T18:12:10+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Servus. Hinter mir liegt wirklich tolles, volles Wochenende:&lt;br&gt;
Freitag abend gings mit ein paar Brüdern zu einem charismatischen Gebetsabend für junge Leute, veranstaltet von den TORs (regulierter dritter Orden). Ich war interessiert, wie das in Amerika abläuft, aus Deutschland kenn ich so was ja auch. In einer Gemeindehalle waren also 50 junge Erwachsene, etliche Ordensleute und eben eine Band (zwei Gitarren), die aber ganz gut aufgespielt haben. Ich bin das charismatische nicht so sehr gewohnt (obschon ich es irgendwie schätze) und daher brauche ich etwas, bis ich mich ganz in den Lobpreis fallen lassen kann, den Kopf auszuschalten um im Innersten offen zu werden für den Geist - interessanterweise ging das bei den anderen im Raum erheblich schneller (zumindest hatte ich so den Eindruck und genau dieser Eindruck liess mir eben den zweiten Schritt umso schwerer fallen). Nach etwa 2 Stunden war das ganze zu Ende und nach einem kurzen Social (Erfrischung) gings für uns nach Hause. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Samstag: eigentlich wollten wir gestern zum Oktoberfest in die Stadt aber nachdem ich hörte, dass man 25$/Person zu zahlen hat (für den Eintritt), wars mir doch nicht so zumute (zumal ich mich dort wahrscheinlich über den Kitsch aufregen würde...). Stattdessen kam uns die Idee im Haus Oktoberfest zu feiern, also etwas zu kochen, Bier zu organisieren, etc.;&lt;br&gt;
In Salzburg hatten wir die Tradition Samstags einen Hefezopf zu backen und unsere neuen Junioren haben das ganze nach Münster gebracht und so versuchte ich mich also als Tradent im Zopfbacken. Rezept gabs im Internet, Zutaten allesamt im Haus, also auf in die Küche und ran die Waage -&lt;br&gt;
1. Problem: es hat nur 14g Hefe, also das ganze durch zwei.&lt;br&gt;
2. Problem: auf der Waage ist das höchste 23 - und als Einheit lb.; also nochmals umrechnen; aber sind denn nun 500 g in 1 oder 10lb?  - ich habs bis jetzt nicht raus. Also auf gut Glück abwiegen....&lt;br&gt;
Mit Richard gings dazwischen in die Stadt Deutsche Ware kaufen und nach und nach wurden wir auch fündig. Es gibt unteranderem in Downtown ein German Deli, Cafe Mozart, in man letztlich alles aus Deutschland kaufen kann..... ausser Bier. So deckte ich mich also gleich vorsorglich mit Spätzle ein und durch Zufall gabs sogar Wetzelwaffeln aus Dillingen! Das lustige an diesem Laden ist, dass er von Indern betrieben wird, lediglich das Restaurant wird von einem jungen Deutschen unterhalten.&lt;br&gt;
Zurück im Kloster machten wir uns also an den Arbeitsplan: der Hefeteig ist nach 3 Stunden ein bisschen aufgegangen (wahrscheinlich lags daran dass ich die dreifache Menge Mehl verwendet habe und damit die Hefe absolut keine Chance hatte), trotzdem ab ins Rohr und nach 1 Stunde wars dann auch mehr oder weniger durchgebacken (den Brüdern hats trotzdem geschmeckt). Wir hatten 20 Weisswürste, 10 Bratwürste, 10 Brezen und reichlich Bier besorgt. Richard wollte unbedingt etwas Sauerkraut, also Schupfnudeln - auch hier wieder das gleiche Problem mit der Umrechnung (ich werd mir wohl ne deutsche Waage besorgen müssen...) - ich glaube letztlich hatten wir statt 1kg Kartoffeln 4kg und wunderten uns beim Kartoffelteig machen, warum wir soviel Mehl brauchten...Letztlich hat aber auch das geklappt und zwei Brüder formten die Schupfnudeln und ich war an der Bratpfanne, und nachdem wir die Hälfte verarbeitet hatten, etwa 300 Fingernudeln hatten, machte Juan-Antonio aus dem Rest noch schnell Tortillias für morgen.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/es_klebt_immer_noch/3941920" title="es klebt immer noch"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/920/3941920_eaff4598db_s.jpeg" alt="es klebt immer noch"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/probiererle/3941954" title="Probiererle"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/954/3941954_5b02e3c061_s.jpeg" alt="Probiererle"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Anschliessend gings daran, für Atmosphäre zu sorgen (bayrische Musik aus You-Tube, etc.) und Würste und Krautschupfnudeln fertig zu machen.&lt;br&gt;
Mit dem bayrischen Defiliermarsch wurden die Brüder empfangen und innerhalb einer halben Stunde war fast alles weg (für 15 Brüder nicht schlecht). Einige Brüder sind das starke Bier wohl nicht so gewöhnt und waren dementsprechend müde. Interessanterweise gibts hier aber nur 0,3er Flaschen - naja gibt auch keine passenden Gläser....&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/schupfnudeln/3941899" title="Schupfnudeln"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/899/3941899_40d2a64d23_s.jpeg" alt="Schupfnudeln"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/die_tafel/3941955" title="die Tafel"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/955/3941955_a9f07e8dd2_s.jpeg" alt="die Tafel"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/oktoberfeststimmung/3941903" title="Oktoberfeststimmung"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/903/3941903_2a98263e5b_s.jpeg" alt="Oktoberfeststimmung"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/ententanz/3941904" title="Ententanz"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/904/3941904_e8ffc92225_s.jpeg" alt="Ententanz"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zur Krönung gabs dann noch einen Deutschen Film ("das Leben der anderen"), diesmal eben umgekehrt: für die Brüder die Untertitel und für mich die deutsche Fassung.&lt;br&gt;
Heute gings am Morgen zum NationalShrine, wo eine Padre-Pio-Messe war. Eigentlich wollte ich nur brav in der Bank sitzen, dann wurde ich gebeten die Gaben zu bringen, und ehe ich mich versah wurde ich zum Leuchterdienst abkommandiert also doch voller liturgischer Dienst. Aber im letzlich eine schöne Liturgie für unseren Heiligen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/27/oktoberfest-mehr-7049758/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-23:/2009/09/23/padre-pio-7025903/</id><title>Padre Pio</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/23/padre-pio-7025903/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-23T17:14:06+02:00</published><updated>2009-09-23T17:14:06+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Den Pfortendienst hab ich gut hinter mich gebracht. Man sitzt eben den ganzen Tag in der Pfortenstube und nimmt Anrufe entgegen, verbindet und wenn derjenige grad nich erreichbar is, versuchts mans per Pager, mit dem man das ganze Haus beschallen kann. Lustig war, ich machte eine Durchsage, und ein Gast im Haus bemerkte sofort: das ist ein Deutscher, hm?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Heute ist das Fest des Hl. Padre Pio und für mich somit eine Gelegenheit mal wieder was geistliches zu vermerken, für mich und für Euch - daher: &lt;strong&gt;Deus est in notes!&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Seit vorletztem Sonntag (13.9.) war die Liturgie sehr stark vom Kreuz dominiert. (14. Kreuzerhöhung, 15. Schmerzen Mariens, 17. Wundmale Franziskus, und heute Padre Pio). Für mich wurde es daher eine sehr intensive Woche, und rückblickend, eben darin einen deutlichen Wink mit dem Zaunpfahl zu entdecken.&lt;br&gt;
1. parallel zur Liturgie beschäftigt mich momentan das Johannesevangelium zur Zeit (ich studiere es für die Vorlesung), was mir auffällt, ist, dass Johannes betont: dies ist niedergeschrieben, damit ihr glaubt! Viele Begebenheiten haben den Charakter, dass Menschen zum Glauben geführt werden und zwar durch Zeichen aber noch viel mehr durch die Begegnung mit Christus selbst. Bsp: Joh 4 - Frau am Brunnen. Jesus führt diese Frau aus ihrem Alltag heraus, in ihre Wahrheit hinein und genau diese Wahrheit - vielleicht eben ihr Kreuz, ihre Wunden - befähigt sie zum Glauben.  Aber sie bleibt nicht stehen, sondern wird zur Missionarin. Die Geschichte geht weiter, die Leute aus dem Dorf lernen Jesus kennen und kommen damit zu tieferem Glauben. Es geht also beim Glauben nicht nur um ein Verstehen, kognitiv, es geht vielmehr darum, mit Jesus in Kontakt zu kommen, ihn bei mir wohnen zu lassen, ihn die Tür zu meinen Mitmenschen sein zu lassen, ihn in der Gemeinschaft der Kirche, in Brot und Wein zu erfahren.&lt;br&gt;
Franziskus und Pio stehen vor uns als solche die zum einen sehr intensive mystische Erfahrungen hatten, aber auf der anderen Seite der Gemeinschaft treu geblieben sind, denn jedes Charisma hat gleichzeitig eine Sendung innerhalb der Kirche.&lt;br&gt;
2. die Sache mit dem Kreuz: Br. Paul Dressler hatte an diesen wichtigen Tagen mal wieder Predigt und voll ins Schwarze getroffen:&lt;br&gt;
War Franziskus/Pio ein Sadist, wenn er um Teilhabe am Leiden Jesu betet? Eine schöne Geschichte: Ein Mann kommt in die Hölle, seine Frau klopft an und will ihn rausholen - die Tore öffnen sich nicht. Sein Freund kommt und vordert seine Freigabe - die Tore öffnen sich nicht. Seine Mutter kommt und sagt, lasst mich zu ihm, ich geh rein - die Tore öffnen sich. Kein Sadismus, lediglich Liebe.&lt;br&gt;
3. Die heute Predigt hat einen Gedanken vertieft, den ich aus meinem Praktikum mitgenommen habe. Ein alte Frau sitzt im Altenheim, allein auf der Bank, obwohl sie bei den anderen sitzen könnte, eine Konversation dauert in der Regel nicht lange - was also tun? - Antwort: nichts.&lt;br&gt;
Gestern in der Vorlesung bekam ich diese Antwort. Carl Rogers (ja, da stellen sich bei so manchem die Nackenhaare - bzw. was macht das mit Dir?) sagt nämlich: dass die Sitzungen, in denen ihm die Worte fehlten, für seine Klienten die hilfreichsten waren. Die Predigt griff das heut irgendwie auf, den Paul forderte: TAP into Pio. (TimeAttentionPrayer) um ihn zu verstehen, und Konsequenzen für mich selbst zu ziehen. Es gilt den Mitmenschen Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken und das ganze aus und im Gebet. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;könnt ihr noch?&lt;br&gt;
4. man kann die Wundmale vielleicht verstehen, wenn man sein eigenes Kreuz betrachtet. Meinen Kreuzweg, auf dem ich immer wieder zu Fall komme, meine Wunden, für die ich mich schäme; aber genau da gilts zu verstehen: im Kreuz ist Heil; nach Karfreitag kommt Ostern! Jesus zeigt den Jünger als Auferstandener seine Wundmale, sie sind da, aber verklärt. Die Eremiten in der frühen Kirche wurden oft als Märtyrer angesehen, weil sie eben den geistlichen Kampf bestanden haben. Das ist es, was mich tröstet, denn ich weiss, dass, wenn ich falle, seine Hand mich hält, mich aufrichtet und ermutigt weiter zu gehen zur Auferstehung, aber ich muss diesen Weg gehen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/23/padre-pio-7025903/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-19:/2009/09/19/italienisch-capitol-pforte-6996224/</id><title>Italienisch, das Capitol und die Pforte</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/19/italienisch-capitol-pforte-6996224/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-19T14:35:04+02:00</published><updated>2009-09-19T14:43:42+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Gerade hat mein erster Pfortendienst begonnen - Telefon und Haustür bewachen. Mal sehen wie das ganze so läuft.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Gestern war ein voller Tag, vormittags zwei Stunden im Altenheim. Mary eine Bewohnerin bat mich ihr etwas Italienisch beizubringen, da sie in zwei Wochen nach Rom fliegt. Das krasse war nur sie aus Indien - so meinte also gestern ein Mitbruder: thats funny, a German trys to explain an Indian Italian in English. Sehr schwierig war es nicht, denn sie wollte nur die nötigsten Worte und die kann ich ja doch allemal, ihr gings aber hauptsächlich um die Aussprache, so schrieb sie also die Wörter jeweils in Sanskrit auf ihren Block, dumm nur dass die Inder anscheinend kein "R" kennen....&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Voll war der Tag deshalb weil ich mir vorgenommen habe eine Sightseeingtour zu unternehmen. Die Tickets fürs Capitol waren bestellt auf 13 Uhr, mit dem Vermerk 30 Minuten vorher zu erscheinen. Natürlich wollte ich nicht allein da hin und so wollten drei Brüder mit. Wir kalkulierten also die Abfahrt auf 11:45. - Ihr ahnt wahrscheinlich was kommt:&lt;br&gt;
11:35 - ich bin noch im Altenheim, bringe gerade Carl von der Kapelle auf sein Zimmer zurück. Toll, das er heute so gesprächig ist....&lt;br&gt;
11:42 - Hab mich losreissen können und versuche nun noch kurz was zum Essen einzupacken. Francisco isst noch gemütlich in der Küche.&lt;br&gt;
11:45 nachdem ich Francisco etwas angeschoben habe, steht er also bereit an der Tür, wo sind die anderen? Ich drücke ihm meinen Wurstsemmel und die Tickets in die Hand und spurte durch das Haus&lt;br&gt;
11:48 ich finde Sergius, der aber nochmals zurück muss um seinen Rucksack zu Hause zu lassen - weil verboten im Capitol.&lt;br&gt;
11:49 ich versuche Richard anzurufen, belegt - DER TYP TELEFONIERT NOCH SEELENRUHIG?&lt;br&gt;
the german is not amused&lt;br&gt;
11:52 ich klopfe an Richards Tür, er ist nicht da?!&lt;br&gt;
11:55 ich versuche es nochmals, diesmal geht er an: wie schon zeit? YESS, COME ON!&lt;br&gt;
11:58 wir sind vollzählig; aber es ist zu knapp um mit der Metro zu fahren, also ins Auto&lt;br&gt;
12:00 - Abfahrt&lt;br&gt;
12:05 ich frage mich ob wir alles haben; wo sind die Tickets? Francisco hast du die Tickets?&lt;br&gt;
seine Antwort: I dont know, maybe yes, maybe no. --- tolle Art von Humor!&lt;br&gt;
12:10 wir sind da, bloss noch ein Parkplatz&lt;br&gt;
12:20 wir geben die Suche nach einem billigen Parkplatz auf - auf ins Parkhaus an der Metrostation (9$)&lt;br&gt;
Inzwischen haben Richard und ich Franciscos Tasche durchsucht - die Tickets sind nicht drin und der Typ grinst sich eins ab - do you mean this?&lt;br&gt;
12:25 Auto abgestellt, jetzt in 5 Minuten ans Capitol&lt;br&gt;
12:40 wir sind am Capitol, jetzt nur noch durchsuchen lassen. Alles ok, die Tortur ist zu ende und wir haben eine tolle Tour.&lt;br&gt;
&lt;img src="http://data5.blog.de/media/480/3912480_4baad0dc74_s.jpeg" alt="die Kuppel des Captiols von innen"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Danach wollten die drei nach Hause. Ich selbst hab den Nachmittag noch genutzt um die Mall zu besichtigen (ein 4km langer Grünstreifen vom Kaptiol bis zum Lincoln Denkmal) und das Museum für amerikanische Geschichte.&lt;br&gt;
Schliesslich kam ich also nach einem vollen Nachmittag zufrieden und k.O. ins Kloster zurück, soweit für heute.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/19/italienisch-capitol-pforte-6996224/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-16:/2009/09/16/gisela-6977407/</id><title>Gisela</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/16/gisela-6977407/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-16T16:20:24+02:00</published><updated>2009-09-16T16:20:24+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;wer bei der Überschrift etwas grinsen musste und schon das schlimmste vermutet (sei es weil dieser Name mit Horst Schlämmer assoziiert wird oder sei es weil er in bestimmten Kreisen bestimmte Erinnerungen wachruft), den kann ich beruhigen. Gestern hab ich eben eine andere Gisela aus Deutschland/Schwaben kennengelernt. Soviel aber dazu.&lt;br&gt;
Ein Gedanke zum heutigen Fest -- &lt;strong&gt;deus est in notes&lt;/strong&gt;:&lt;br&gt;
Cornelius und Cyprian - Papst und Bischof, der eine in Rom der andere in Karthago. In schwierigen Zeiten unterstützen sie sich gegenseitig, starben zwar fünf Jahre auseinander aber interessanterweise am gleichen Tag, weshalb sie zusammen gefeiert werden. Mir kommt so die Erinnerung an manche Begegnung, die ich als "gefügt" erfahren habe. Gefügt, weil ich nicht an Zufall glauben kann, weil ich so oft die Erfahrung gemacht habe, hey das sollte so sein...&lt;br&gt;
In jedem Augenblick will uns Gott begegnen, Gott ist es der uns lieben kommt (Madleine Delbrel).&lt;br&gt;
Der Herr hat mir Brüder (und Schwestern) gegeben, sagt Franziskus. Gut, sich das immer wieder in Erinnerung zu rufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/16/gisela-6977407/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-15:/2009/09/15/kardinal-wohnzimmer-6965120/</id><title>Kardinal im Wohnzimmer</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/15/kardinal-wohnzimmer-6965120/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-15T03:25:05+02:00</published><updated>2009-09-15T13:08:10+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;grade komm ich von einer recht netten Rekreation zurück. Seit dem Wochenende ist unser Mitbruder Kardinal im Haus, geschäftlich in D.C. unterwegs und doch auch in der Gemeinschaft präsent und vorallem nach wie vor als Kapuziner sichtbar - nur irgendwie komisch wenn dieser sich an den Chips bedient, irgendwie.&lt;br&gt;
Ich denke ich darf ich hier einen kurzen Gruss an Br. Bruno loswerden, unser Mitbruder an der Pforte in Münster ist wirklich weltweit bekannt....&lt;br&gt;
Ein schöner Spruch von Sean: wenn ich gewusst hätte, dass ich Kardinal werde, hätte ich mehr studiert.&lt;br&gt;
(insofern man das ganze sarkastisch versteht) dann hab ich ja gute Aussichten... , mein Wochenende war geprägt von Lesen und morgen stehen wieder 70 Seiten an. Lesen is ja der eine Part, Verstehen der andere...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In der letzten Woche ist es ziemlich kühl geworden, inzwischen hab ich meine Klimaanlage entfernt und kann nun endlich Frischluft durchs Fenster bekommen; dumm nur dass nach wie vor in vielen Räumen die Klima läuft und somit das ganze erheblich unangenehmer ist. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am Freitag war grosser Gedenktag in den USA, die Anschläge sitzen nach wie vor den Amerikanern im Nacken. Was mir aber auffällt, ist, dass doch eine recht grosse Ressonanz auf Verschwörungstheorien hier Lande herrscht und einiges scheint daran wirklich nicht ohne zu Sein, bleibt die alte Frage: quid est veritas? &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Für mich bleibt jetzt noch die Komplet; da ich bis kurz vor 21 Uhr Vorlesung hatte, komm ich nun mal wieder dazu mit den Benediktinern aus Ottilien zu beten (www.erzabtei.de), muss ich aber beeilen denn in einer halben Stunde wird schon die Laudes übertragen...
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/15/kardinal-wohnzimmer-6965120/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-10:/2009/09/10/gep-6937876/</id><title>Monsterprogramm entmonstern</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/10/gep-6937876/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-10T18:54:53+02:00</published><updated>2009-09-10T19:25:10+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;zweite Studienwoche, letzte Chance für eine wichtige Entscheidung.&lt;br&gt;
Nach Rücksprache mit der Hochschule in Münster konnte ich guten Gewissens, 2 Kurse von Credit auf Audit ändern und damit mein Studienprogramm etwas schlichter zu gestalten, sprich meinen Rucksack im ersten Semester nicht zu voll zu packen. Mir kommt so die Erinnerung an Santiago als nach den ersten Tagen so manche Pakete nach Deutschland verschickt wurden. Letzte Chance war es deshalb weil es in dieser Woche 50% Rückerstattung gab - tja, ich muss sagen, ich wusste wirklich nicht was mich da erwartet.&lt;br&gt;
Ich merke, dass viele hier in den USA auf meine Entscheidung fast entsetzt reagieren, und ich recht oft die Sache ausführlich darlegen muss: das andere Studiensystem, die guten Anrechnungsmöglichkeiten, der Sinn eines Freijahres (eben nicht nur die ganze Zeit vor den Büchern zu sitzen), meine Sprachschwierigkeiten, etc.&lt;br&gt;
Ums mit einem Mitbruder auszudrücken, das ist kulturell: powern!&lt;br&gt;
Ich denke aber mit 2 (zu unserer Hochschule vergleichbaren) Seminaren kann ich wieder etwas freier agieren. Nichtsdestotrotz erwarteten mich bis Montag ungefähr 150 Seiten, die gelesen werden wollen um in den Vorlesungen mitzukommen (bei 10 Seiten/h und anderen Tätigkeiten, jo...).&lt;br&gt;
Soweit, euch schonmal ein schönes Wochenende. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/10/gep-6937876/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-07:/2009/09/08/labor-day-6916950/</id><title>Labor Day</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/08/labor-day-6916950/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-08T00:50:54+02:00</published><updated>2009-09-08T03:45:05+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Zunächst die gute Nachricht: bin in Phase 6, und damit recht glücklich, das ist der Vorteil bei recht kleinen Arbeiten (zumal mit doppelten Zeilenabstand).&lt;br&gt;
Die schlechte ist: ich muss mich doch gegen Windpocken impfen lassen, und bin momentan am Abklären ob mir meine Auslandskrankenversicherung die 300$ zahlt.&lt;br&gt;
Ansonsten hab ich dann doch ein recht gutes Wochenende gehabt, am Sonntag war ich mit Patrick bei den Franziskanern - eine wundervolle Anlage, es ist ein Heilig-Land-Kloster und hat einfach viele Anklänge an die heiligen Stätten. Am Nachmittag war ich wieder im Altenheim. Beim ersten Besuch hab ich eine ältere Dame gebürtig aus Italien kennengelernt, und diese wollte ich kurz besuchen (eine Stunde....)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nachdem ich schon länger kein &lt;strong&gt;"Deus est in notes"&lt;/strong&gt; gebracht habe, daher ein heute gleich mal zwei Gedanken, hoffe ihr könnts verkraften:&lt;br&gt;
- Kürzlich sprach ich mit einem Mitbruder übers Predigen, und er sagte, dass es für ihn wichtig sei, den Geist sprechen zu lassen. Dieses Wort kam mir die Tage wieder in den Sinn, wenn es für mich darum geht, zu meine Hausarbeiten zu schreiben, oder im Apostolat zu sein, eigentlich für jede Handlung, die ich vollziehe, dann eben in diesen Momenten dem Herrgott Raum zu geben. Nicht, in dem Sinn, dass er´s schon richten wird, zumindest aber, dass sein Wille geschehe...&lt;br&gt;
- Letzten Samstag wurde Ted Kennedy beerdigt und unser Mitbruder Kardinal Sean Patrick O Malley war natürlich auch anwesend, was aber bei konservativen Kreisen (bis hin nach Europa) gar nicht gut ankam, weil der Verstorbene sich nicht für den Lebensschutz engagierte - zumindest was die ungeborenen Kinder anging. Ich möchte auf seinen Blog hinweisen: &lt;a href="http://www.cardinalseansblog.org"&gt;http://www.cardinalseansblog.org&lt;/a&gt; und einen Predigtgedanken von heute morgen weitergeben: Der Dienst an den Menschen, und nicht zuletzt an den verstorbenen, stösst interessanterweise nicht selten auf Kritik, hat nicht Jesus mit mit Zöllnern und Sündern gegessen und sich nicht um die politische Aussage gekümmert... &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Heute war in Amerika Labor Day, also Maifeiertag. und wir hatten Freitickets für den Freizeitpark. Nach der Messe also zu dritt los, 2 Stunden Fahrt, 4 Stunden durchrütteln lassen und 2 Stunden zurück - that's it. Ich glaube allerdings, dass unsere Parks in Deutschland locker mithalten können. Interessanterweise war sehr wenig los, so dass wir in den 4 Stunden fast alles mit uns geschehen lassen konnten, was es eben so gab, allerdings bin ich beim Wildwasserrafting selten so nass geworden.&lt;br&gt;
Vielleicht an dieser Stelle ein weiterer Exkurs zum Thema Freizeitgestaltung. Die Brüder hier schauen wahnsinnig gerne Filme am Abend, Freitags abends ganz besonders mit Beamer und einem riesigem Pott Popcorn (gesalzen!) und das beste ist, fast der ganze Konvent lümmelt sich in den mordsbequemen Sesseln.&lt;br&gt;
Ab und zu geht's auch raus, einmal gings zum Bowlen (USA: 50 Bahnen sind schon gewaltig).&lt;br&gt;
Da das Essen hier ja richtig lecker is, bin ich nicht der einzige der ab und zu Sport macht (wobei ich ja eher Kilos durch Sport dazugewinnen möchte) und im 3. Stock gibts recht gutes Workoutequipment - 3. Stock heisst aber auch dass man im Sommer bereits schwitzt obwohl noch gar nicht angefangen hat. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/08/labor-day-6916950/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-05:/2009/09/05/wissenschaftliche-gehversuche-6899543/</id><title>wissenschaftliche Gehversuche</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/05/wissenschaftliche-gehversuche-6899543/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-05T20:15:09+02:00</published><updated>2009-09-05T20:15:09+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Nachdem ich heute nun seit dem Morgen an meinem ersten wissenschaftlichen Gehversuch sitze, brauch ich mal ne kleine Abwechslung. Die Umstellung auf das andere Studiensystem bereitet mir doch einiges Kopfzerbrechen. Um das ganze etwas klarer zu bekommen hab ich mir gestern eine To-Do-Liste gemacht und siehe da: es wird stressig, denn ich muss momentan (und bei einem Fach weiss ich die Vorraussetzungen noch nicht) 2 mündliche Prüfungen, 1 Referat, 3 grosse Hausarbeiten und vier kleine machen, dazu kommt die ganz normale Literatur. Jetzt ist das für amerikanische Verhältnisse wohl recht durchschnittlich, nicht ausserordentlich viel, für einen Ausländer wirds kritisch.&lt;br&gt;
Fleissig wie ich bin hab ich mich also Donnerstag an den ersten Artikel gesetzt, über den ich eine Zusammenfassung schreiben soll. 40 Seiten - für den ersten Durchgang brauchte ich bis gestern. Heute also der zweite Durchgang und vielleicht bin ich bis Mittwoch fertig (ob mit der Arbeit oder den Nerven, weiss ich noch nicht)&lt;br&gt;
Bei jeder Prüfungsvorbereitung oder Hausarbeit durchläuft man mehrere Phasen, ich weiss nicht obs nur mir so geht:&lt;br&gt;
1. Enthusiasmus: das Thema interessiert mich, ich bin voll in der Zeit.&lt;br&gt;
2. die Ernüchterung: es is verdammt langweilig, ich versteh kein Wort.&lt;br&gt;
3. Tschaka: es wird schon, du hast schon einiges geschafft, du bist kein Idiot&lt;br&gt;
4.die Krise: doch, ich bin ein Idiot&lt;br&gt;
5.erneuter Aufbruch: nach dem Motto von Franziskus "Brüder lasst uns anfangen, denn bisher haben wir nichts getan"&lt;br&gt;
6. Endspurt: na hat doch geklappt, wobei sich Phase 6 verzögern kann, da man nach Phase 5 auch öfters auf Phase 4 zurückfallen kann.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;momentan bin ich also in Phase 4 - interessant wie schnell das gehen kann...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Soweit aber mal der Einblick ins Studentenleben, ich für meinen Teil geh wieder zurück ins spannende Feld der alttestamentlichen Archäologie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/05/wissenschaftliche-gehversuche-6899543/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-09-01:/2009/09/01/erster-schultag-6867762/</id><title>erster Schultag</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/09/01/erster-schultag-6867762/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-09-01T14:35:05+02:00</published><updated>2009-09-01T14:35:05+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Gestern gings also endlich los. Nach der Messe also sofort ins Auto zusammen mit mehreren Brüdern zur Hochschule.&lt;br&gt;
8:30-9:45 Altes Testament. Zu meiner Erleichterung doch einige Mitbrüder und andere Ordensleute in Kluft (wär mir sonst als einziger im Habit doch etwas komisch vorgekommen zumal unter Ordensleuten). Da ich nicht wusste was mich erwartet, war ich also bestens ausgerüstet von Bibel über Laptop und Mp3-Recorder. Nun, es gab erst mal ein 200seitiges Textbook, was nicht so schlimm ist wie es sich anhört, da es Stichpunkte seiner Vorlesung sind und Literaturangaben en mass. Aber eben eine grosse Hilfe, somit brauch ich in der Vorlesung nur ergänzende Notizen zu machen, und den technischen Kram kann ich getrost zu Hause lassen.&lt;br&gt;
Meine erste englischsprachige Vorlesung: ich komm einigermassen mit, viele Begriffe die mir eigentlich geläufig sind, werden dummerweise hier anders ausgesprochen. Wir waren etwa 15 Leute in der Vorlesung, also durchaus PTH-Niveau. Meinem Nachbar wär ich beinahe an die Gurgel gegangen, weil er es nicht fertig gebracht seinen Wecker an der Armbanduhr stillzulegen, somit gabs alle 5 Minuten ein Gepiepse, das der gute Mann par tu nicht ausstellten wollte/konnte (immerhin fühlte nicht nur ich in diesem Moment die vollkommene Freude).&lt;br&gt;
Aber zurück zur Vorlesung:  das Studiensystem sieht doch recht anders aus (ich denke an einigen Hochschulen in Deutschland ist bereits auch so):&lt;br&gt;
Zunächst gilts für jede Sitzung Literatur vorzubereiten, dann im Oktober ein mündlicher Test und für den Schluss gibts 7 Seiten zu schreiben, dazwischen noch 4 Kritiken über gelesene Aritkel verfassen. Im Grunde ist es wohl machbar, nur eben das ganze mal fünf bzw. vier (ich denke, den fünften Kurs werd ich mal schön beiseite lassen). Am Abend gabs den zweiten Kurs, wiederum einiges zu lesen, diesmal gabs Powerpointpräsentation. Aber nach 80 Folien in 2 Stunden war ich ganz schön fertig.&lt;br&gt;
Vier Kurse sind für deutsche Verhältnisse ja wirklich wenig, ich bin also nur an drei Tagen an der Hochschule (bzw. 3xmorgens, 2xabends). Die anderen Tage werden wohl gut gefüllt sein mit Nach-, Vorarbeiten, Lesen und Schreiben (womit ich als Ausländer ja zusätzlich zu kämpfen habe), ausserdem bin ich 3x2h Stunden im Altenheim (Orgeldienst und Besuche).&lt;br&gt;
Soweit, jetzt erst mal an die Arbeit.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/09/01/erster-schultag-6867762/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-30:/2009/08/30/orientation-de-s-sertday-6853948/</id><title>Orientation und De(s)sertday</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/30/orientation-de-s-sertday-6853948/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-30T14:34:23+02:00</published><updated>2009-08-30T14:34:23+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Was seit Mittwoch alles geschah:&lt;br&gt;
- Mittwochabend war die Abschiedsparty für 3 Sprachstudenten, eine gemütliche Rekreation (beginnend um 21 Uhr) mit Pizza (für 30 Brüder) mit Gesangseinlagen des Guardians und der indonesischen Studenten.&lt;br&gt;
- Donnerstag bekam ich Besuch vom deutschen Pfarrer hier in Washington zusammen mit einem Seminaristen aus Passau. Es tat gut mal wieder geistliche Begleitung zu haben und auf deutsch über Dinge die mich umtreiben zu reden und dadurch wieder etwas in die Spur zu kommen&lt;br&gt;
- Freitag: Studentorientation at WTU. erster Besuch dort, für eine Hochschule mit 200 Studierenden ist sie recht gross, leider nicht so überschaubar wie unsere PTH in Münster, aber ein recht ordentlicher, relativer neuer Bau - die Hochschule selbst ist erst 40 Jahre alt. Es gab also verschiedene Ansprachen von den Verantwortlichen (von der Sekretärin bis hin zum Techniker). Dummerweise hab ich einen Bescheid zu spät erhalten, in dem stand nämlich dass ich meine Impfungen belegen muss, somit muss ich also Montag erstmal in ne Travelclinic und abchecken ob ich gegen alles geimpft bin.&lt;br&gt;
Montag beginnen die Vorlesungen und von einem Dozenten hab ich ne Mail bekommen, was mich alles erwartet...&lt;br&gt;
Der grösste Unterschied ist denke ich das finanzielle, wer in Deutschland schon über 500 Euro pro Semester meckert, sollte hier am besten gar nicht studieren, hier an der WTU (und die ist noch untere Preisgrenze) zahlt man nämlich 500 Euro pro Credit (ich mach dieses Semester mindestens 9).&lt;br&gt;
Was mich erstaunte war, dass ich der einzige im Habit war, obwohl doch die meisten der Studierenden Ordensleute sind (vielleicht gerade deshalb). Aber auch ein Mitbruder erklärte mir, dass er lieber im Colarhemd (= Priesterhemd) zur Uni ginge - was ich irgendwie ne recht seltsam finde, aber was solls.&lt;br&gt;
- Samstag: Gestern versuchte ich einen Wüstentag einzulegen, was im eigenen Kloster immer etwas schwierig ist - weil man ja doch immer wieder Leute trifft, aber zumindest in unserer Hauskapelle wars recht ruhig.&lt;br&gt;
Am Abend gings mit Br. Richard auf Sightseeing Teil III - zum Weißen Haus und nach Georgetown. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Soweit wiedermal, mal sehen was die erste Studienwoche so alles mit sich bringt, ich halt Euch auf dem laufenden.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/30/orientation-de-s-sertday-6853948/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-27:/2009/08/27/wachsam-6833922/</id><title>Seid wachsam</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/27/wachsam-6833922/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-27T14:06:54+02:00</published><updated>2009-08-27T14:06:54+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Der Ruf Jesu im heutigen Evangelium fasst eigentlich gut den gestrigen Tag zusammen. Gestern nahm ich an einem Sexuality-Workshop teil, an dem hier in Washington Ordensleute in Ausbildung teilnehmen sollen, dieser ist auf 4 Stufen (Jahre) aufgeteilt und möchte von psychologischer Seite mal genauer drauf zu schauen, was dies und jenes mit einem macht - wobei ich denke, dass so ein Workshop nicht nur für Leute im Zölibat gut ist. Ohne ins Detail gehen zu wollen und nebenbei bemerkt, stellt Euch diesen Workshop bitte nicht als eine privatere Form von Talkshow-Gesülze vor (ala: ich hab das und das gemacht), auf eine Einsicht möchte ich vielmehr eingehen und diese lässt sich eben zusammenfassen mit dem heutigen Evangelium.&lt;br&gt;
Seid wachsam - nicht in dem Sinn: unterdrückt alles, was Euch von Eurem heiligen Lebenswandel ablenkt, ich möchts vielmehr so verstanden wissen: schaut genau hin und achtet drauf was mit Euch passiert. Darum zu wissen, warum ich reagiere, wie ich reagiere. Klar zu haben welchen Weg ich gehen will und mit bzw. für wen. Die Achtsamkeit ist, so denke ich, eines der wichtigsten Instrumente in unserem Leben, nicht nur eben in diesem Bereich, sondern überall, nicht nur für zölibatär Lebende, sondern für jeden, der einen Verstand hat. Wie viel friedlicher wäre es, wenn ihr ihn nutzen würden und uns nicht nur treiben lassen. Der Verstand erlaubt es uns, innezuhalten, einen Schritt beiseite zu tun und sich das ganze mal von einer anderen Perspektive anzuschauen und eben dann zu handeln. Doch eben dies einzuüben ist schwer, vielleicht es gelingt es mit grosser Anstrengung, gerade aber die Umsetzung im Alltag, bzw. im Ernstfall, daran scheiterts doch oft.&lt;br&gt;
Und wenn ich das ganze jetzt auf die geistliche Ebene hole, dann geht es ja genau darum, in jedem Augenblick Gott zu entdecken, achtsam für seine Gegenwart in meinem/unserem Leben zu sein, achtsam darauf zu sein, dass er mir im Nächsten begegnen möchte, achtsam zu sein, ob und wie ich IHN den Menschen näher bringe. Die geistlichen Übungen, die ich jeden Tag vollziehe, sollen genau diese Haltung fördern. So besteht meine tägliche Stunde Meditation aus nichts anderem als Achtsam zu werden, immer wieder aus dem Gedankenfluss auszusteigen, mich in seine Gegenwart zu setzen, mein wanderndes Herz immer wieder zurückzuholen. Doch auch hier in der Meditation gibt es den Alltag, die Routine: vor sich hin zu dämmern. Vielleicht haben wir alle da ein Defizit (der eine mehr der andere weniger, ich hoff zumindest, dass ich nicht der einzige bin) eben nach dem Motto:&lt;br&gt;
"Ich hab kein ADHS, es ist nur...  oh, kuck mal ein Eichhörnchen" - zack und weg ist die Achtsamkeit.&lt;br&gt;
Es tut Not auszusteigen, und das sage ich nicht nur zu mir selbst, fühlt Euch eingeladen, dies auch mal zu tun (in Exerzitien, oder in 10 Min. täglich: einfach Augen zu, auf den Atem achten, seiner Gegenwart bewusst werden, mich aber nicht von meinen Träumen und Gedanken ablenken zu lassen, sondern eben beiseite zu gehen)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf meinem Schreibtisch steht seid 4 Jahren ein Bild: ein Bild über Mt 14,22 - Petrus, der aus dem Boot aussteigt, zurückgehalten wird von was auch immer, den Ruf Jesu vernehmend auf ihn zugeht, dann aber die Wellen und den Sturm bemerkt und zu versinken droht. Allein das ständige Blicken auf IHN, was ja nichts anderes ist als glauben, rettet uns.&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.ernst-alt.de/pics/4nac_thumb.jpg" alt="Um die vierte Nachtwache (Ernst Alt)" title=""&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;den nächsten Blog gibts wahrscheinlich am Wochenende. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/27/wachsam-6833922/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-25:/2009/08/25/the-german-is-not-amused-teil-ii-6813119/</id><title>the German is (not) amused (Teil II)</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/25/the-german-is-not-amused-teil-ii-6813119/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-25T01:52:51+02:00</published><updated>2009-08-25T01:52:51+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Am nächsten Morgen: Hauptprogrammpunkt - Ewige Profess von Br. Jim; 10:30 Uhr&lt;br&gt;
Nach dem Frühstück bei Sr. Grandma, die jeden von uns drei mal fragte, ob wir wirklich satt seien, und die schliesslich die letzten Langschläfer aus dem Schlaf klopfte (ich war nicht ihr Opfer), gings los zum Mutterhaus St. Augustin. Dort angekommen gabs für mich erstmal eine Führung durch die wunderschöne Klosterkirche (das Vorbild war St. Benno in München), durch das Provinzialat. Wiederum viel Händeschütteln und Begegnungen bis es dann losging zu einer gelungen Liturgie und anschliessendem Mittagessen.&lt;br&gt;
Mit Br. Michael erkundete ich dann die Stadt - wiederum auf amerikanische Art. D.h. mit dem Auto von einem Ende zum anderen, eine tolle Stadt, wie Passau an drei Flüssen gelegen, nur eben eine ganz andere schöne Skyline. Zum Abendessen luden wir uns bei Novizen ein und verbrachten mit ihnen einen netten Abend.&lt;br&gt;
Die Klöster hier sind, zumindest was ich inzwischen gesehen habe, selten im typischen Kapuzinerbaustil. Das Noviziatshaus besteht aus vier seperaten Häusern, wovon eines als Konventgebäude gebaut ist (eben mit den Gemeinschaftsräumen) und die anderen Häuser entweder als Büro oder als Wohngebäude dienen, jedenfalls recht interessant.&lt;br&gt;
Am Ende des Tages blieb für mich nur eine Frage: wo ist mein Buch? - und ihr ahnt es...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am Sonntag schliesslich gingen einige von uns gleich um 8 Uhr zur Messe andere um 10 Uhr ins Mutterhaus. Br. Michael riss mich um 9:05 Uhr aus meiner Meditation "wir fahren gleich"; also ich in wenigen Minuten startklar. Im Frühstücksraum war Michael erstmal beim Frühstücken. Eine Zeitung mit Reklame erweckte mein Interesse: da gibts Prospekte, wie bei uns Aldi o.a. nur hier eben mit Waffen - eine grosses Jagdgewehr gefällig - 200$...&lt;br&gt;
Um 9:45 Uhr - was wenn man rechnet, eine erheblich Dehnung des Begriffes "gleich" ist, gings dann zur Messe. Michael vermutete ausserdem das Auto mit meinem Buch im Provinzialat -nun, es ist wohl nach wie vor dort, denn wir konnten nicht in die Garage und mussten los - R.I.P.&lt;br&gt;
Da Michael einen Tipp bekam wie wir schneller durch Pittsburgh kommen sollten - ihr ahnt es, schlängelten wir uns also über mehrere Ecken und Enden zum Autobahn. Bei einem Stopp trafen wir zufällig andere Brüder und erfuhren dass wir die letzten seien, die Abkürzung also doch nicht funktionierte.... ihr ahnt es: der Salvadorianer (Michael) war nicht amused.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Angekommen in Priestfield einem Retreatcenter (Exerzitien) erfuhr ich schliesslich was wir uns die Stunden erwarten sollte - wie schön... - es war der traditionelle Beginn der Junioratsausbildung - da eben 7 neue Brüder in die Ausbildung kamen hiess es sich kennenlernen, genauergesagt: die Berufungsgeschichte und ein Rückblick auf die letzte Zeit. Und es war wirklich ein grosses Geschenk für mich, von den Brüdern zu hören, was sie bewegte und bewegt. Gleich, dass es wahnsinnig anstrengend für mich war, solange zuzuhören oder auch selbst meine Story auszudrücken. Es waren jedenfalls sehr schöne Stunden in einem wirklich wunderbaren Ex-Haus.&lt;br&gt;
Heute (Montag) ging es zurück, und auch hier wieder: ohne Karte, ohne Plan einfach mal in die falsche Richtung....und mir viel auf, es ist schwieriger in den USA, da die Beschilderung recht spärlich ist, gerade auf dem Land. Auf der anderen Seite, wenn man einigermassen die Windrichtung bestimmen kann, kann man fast nichts falsch machen, denn die Schilder geben die Richtung (East, North) an. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Soweit aber mal für dieses Wochenende. Jetzt steht noch eine einigermassen ruhige Woche an, Freitag ist StudentOrientation an der WTU und dann kann das Studium weitergehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/25/the-german-is-not-amused-teil-ii-6813119/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-24:/2009/08/24/the-german-is-not-amused-teil-i-6812100/</id><title>the German is (not) amused (Teil I)</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/24/the-german-is-not-amused-teil-i-6812100/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-24T21:50:58+02:00</published><updated>2009-08-25T01:18:28+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Zurück von einem tollen Wochenende, mit vielen schönen Begegnungen und Eindrücken.&lt;br&gt;
Freitag sollte es um 10 Uhr losgehen, ich war um 8:30 startklar. Da fast alle Brüder vom Haus mitkamen, mussten diese in diversen Autos nach Pittsburgh chaufiert werden. Der Plan war gut ausgetüftelt und die Hausleitung schon unterwegs, als ein Auto (noch vor dem Start) kaputt ging, damit waren die jungen Brüder herausgefordert aber irgendwie klappte es dann doch, und schliesslich starteten wir endlich gegen 11 Uhr. Für einen Deutschen natürlich eine Katastrophe und so sollte sich der Running-Gag des Wochenendes entwickeln: the German is not amused!&lt;br&gt;
Um genau zu sein, es hiess, dass wir um 11 Uhr starten, tatsächlich fuhren wir um 11:21 Uhr los - ihr könnts euch denken...&lt;br&gt;
Nun fuhren wir also durch tolle Landschaften Richtung Pittsburgh mussten aber einen Zwischenstopp in Camberland machen. Warum? Gute Frage, Grund genug für einen Deutschen misstrauisch zu werden.&lt;br&gt;
Jedoch der Zwischenstopp bekam eine historische Note, wir fuhren zur Brüdergemeinschaft und an diesem Ort bauten die ersten westfälischen Kapuziner im 19 Jhd. ihr Kloster, dieses steht zwar nicht mehr dafür aber die Kirche mit wunderschönen Glasfenstern aus Innsbruck.&lt;br&gt;
Nach einer kurzen Toilettenpause gings mit zwei Autos weiter, d.h. ich sattelte mit Michael ins andere Auto um. Warum nun dieser Stopp? die Erklärung war, dass dieses Autos nach Pittsburgh musste, weil es der Provinz gehört.&lt;br&gt;
Br. Moises im vorderen Auto fuhr nach 5 min. zu einem kurzen weiteren Stopp - unplanmässige Halte, hm the German... was amused, denn es gab erstmal ein Eis für zwischendurch.&lt;br&gt;
Zwei Stunden später, also nach insgesamt 5 Stunden Fahrt kamen wir in Pittsburgh an. Provinz-Picknick - ich stellte mir das wie bei uns vor, man trifft sich im Kloster und hat dort ein gemeinsames Treffen mit irgendwelchen Programm, Ansprache, etc. Wir fuhren aber plötzlich auf einen Parkplatz und Michael sagte, ok wir sind da. Kein Kloster, kein Programm...&lt;br&gt;
Tatsächlich eine Holzbaracke, eine grosse Wiese, ein Grill und etwa 100 bärtige Männer in kurzen Hosen. Wir also rein ins Getümmel, Händeschütteln, 100xdieselbe Story:&lt;br&gt;
Hello, I am Philip from Bavaria&lt;br&gt;
dann: oh Bavaria, my Grandfather lived there.&lt;br&gt;
Es ist wahnsinnig wieviele Leute ich treffe, die deutsche/bayrische Wurzeln haben (teilweise ja auch erkennbar am Namen).&lt;br&gt;
Was mich aber wirklich beeindruckte, war dass von diesen 100 Brüdern die Hälfte in der Grundausbildung ist, d.h. Brüder in etwa meinem Alter, eine tolle Erfahrung. Schliesslich gab es ein kurzes Abendgebet&lt;br&gt;
Das Mutterhaus in Pittsburgh wurde von bayerischen Brüdern gegründet, die westfälischen waren in Camberland. Jedoch wurden die beiden Provinzen damals vereinigt (was wohl richtig Probleme gab: Bayern und Preussen halt, die Bayern schrieben ihrer Provinz dass sie lieber mit bayerischen Benediktinern fusioniert werden wollten, als mit den Westfalen), aber die Brüder haben auch ihre Traditionen mitgebracht. Zum einen den Habit mit Häckchen vorn und hinten - was die amerikansichen Brüder erstaunt, denn die Bayern tragen heute einen anderen Habit (ohne Häckchen). Aber die Brüder haben auch ein Lied mitgebracht (das Ultima) und es wird bis heute gesungen, in 5 Sprachen: Latein, Deutsch (und das in respektabler Aussprache), Spanisch, dingsbums, und Englisch.&lt;br&gt;
Das Treffen also eine schöne Gelegenheit Brüder der Provinz kennenzulernen.&lt;br&gt;
Die Frage war bloss, wie gehts eigentlich weiter, wo schlafe ich? Mein Gepäck wurde von Michael in das Auto von Moises gebracht, soweit so gut. Da die Brüder vermuteten, dass wir zuwenig Autos haben, hiess es, wir müssen am Samstag wieder zurück - soviel zu meiner Wochenendplanung.&lt;br&gt;
 Das Auto mit dem Gepäck vermuteten wir im Noviziatshaus, also dort hin. Dort wars aber nicht. Weiter zu unserer Unterkunft (21 Uhr), das Auto mit dem Gepäck war nicht dort --- richtig, der Deutsche war nicht amused.&lt;br&gt;
Nichts destoweniger ich war k.o. und wollte ins Bett, egal ob mit Gepäck oder ohne. Wenige Minuten später, kurz vor dem Einschlafen: das Auto wurde gefunden, Gepäck und Habit wieder in meinen Händen, hurra, aber wo ist mein Buch )das auch im Auto war=?....&lt;br&gt;
Wir waren untergebracht in einem Exerzitienhaus von Schwestern, naja Exzerzitien möcht ich da nicht machen. Die Brüder nannten es passenderweise Grandmas-House, denn es war wirklich so kitschig, voll gestopft mit Porzellantellern, Deckchen, christlichen Wandteppichen, Püppchen, rosa und blauen Farben, einfach yukki; dazu noch die passenden Bewohnerinnen, wirklich fürsorgliche ältere Schwester, die mit uns selbst das Badezimmer teilten....&lt;br&gt;
Insgesamt aber wirklich ein toller Tag. Wie es dann weiterging, das erfahrt ihr nach der Vesper....&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/24/the-german-is-not-amused-teil-i-6812100/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-20:/2009/08/20/final-exam-6769158/</id><title>final exam</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/20/final-exam-6769158/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-20T21:36:27+02:00</published><updated>2009-08-20T21:36:27+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Endlich kann ich ruhigen Gewissens wieder etwas bloggen, heute war der letzte Tag an der Sprachschule und damit ein absoluter Testtag. Die Tage vorher natürlich lernen, aber unsere Lehrerin war so "nett" und hat uns die Aufgabe zwei Abschnitte zu schreiben gleich Montag gegeben:&lt;br&gt;
"Stell Dir eine Kultur mit ganz geringen Gender-Unterschieden vor - wäre es leichter oder schwieriger dort zu leben."&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Jetzt galt es natürlich nicht nur ganz abstrakt zu denken, sondern sie wollte die Struktur sehen und das heisst:&lt;br&gt;
Topicsentence, Detail - Example, Concludingsentence&lt;br&gt;
...wie oft sie das in den letzten drei Wochen uns eingepaukt hat, Gott sei Dank habens zuletzt alle kapiert (was beim Midterm noch nicht der Fall war, naja - es sind halt nicht immer nur Sprachschwierigkeiten). Der Vorteil und das wollte sie auch, war dass wir alle zur Verfügung fast stehenden Mittel gebrauchen konnten - wie gut wenn man einige Nativspeaker um sich hat - dumm nur dass diese sich nicht die Struktur halten.&lt;br&gt;
Da die gute Frau eben plastisch, ausgeschmückte Beispiele wollte, war das ganze eben doch nicht so einfach; zumal ich feststellen musste, dass es alles andere als einfach ist in einer anderen Sprache eine Diskussion zu führen, vorallem wenn einem schon in der eigenen Sprache die Worte und Gedanken fehlen und zumal mein Hirn momentan mehr mit Übersetzen als mit Denken beschäftigt ist.&lt;br&gt;
Mein lieber Mitbruder hat letzten Endes nicht verstanden wieso ich in meiner Argumentation ein Interview mit einer Frau aus dem Lande Utopia zitiere, aber gut der Lehrerin hats gefallen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nun hab ich heute also die anderen drei Testteile abgelegt (Listening/Reading/Speaking). Letzter Part, wiederum sehr "gnädig" von ihr, durften wir unsere Abschnitte vortragen (d.h. wenn man beim Writing versagt hat, hats mans auch beim Speaking). Jeder sollte also seinen Abschnitt vortragen und ich fragte mich, bin ich der einzige der eine deutlich Aussprache hat, wieso versteh ich kein Wort? - Nebenbei, mir wurde diese Woche gesagt, dass ich einen sehr deutlichen deutschen (und ich füge bayrisch/schwäbischen) Akzent habe (schön das das nordische "moin", dem englischen "morning" ähnelt), irgendwie verwunderts mich, denn ich merks ja nicht unmittelbar, jedoch als gestern meine Mama mit mir und dem erwähnten Mitbruder skypte, is mir doch aufgefallen, man was für ein Akzent die da drüben haben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nach dem Final Exam (ein paar Ergebnisse hab ich schon bekommen und ich hab wohl doch das Herz meines Genderteachers bewegt und vielleicht bin ich einem Jahr soweit, ihr meine wirkliche Meinung über diese Sache zu sagen), sprich nach 3 Stunden, hiess es dann Michigantest (keine Ahnung was der aussagt) - nochmals eine Stunde - aber ganz schön heftig - wenn ich 50% hab, kann ich zufrieden sein - werds Euch dann mitteilen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Jetzt war ich also drei Wochen an der Sprachschule, und die Woche über fragte ich mich, hat sichs gelohnt? hat sich da was getan? Im normalen Umgang komm ich einigermassen klar, sobald ich aber in ner Gruppe bin, oder einer undeutlich spricht - null. Filme mit Untertitel geht so, ohne versteh ich herzlich wenig. In der Liturgie bin ich inzwischen gut in den Akklamationen drin, und vieles kann ja man aus dem Kontext oder aus dem Gedächtnis erschliessen, aber so richtig verstehen... - in einer Woche beginnt mein Studium an der WTU (www.wtu.edu) mal sehen wie das wird und wie ich mit den Texten zurandekomme. Davon aber aber mehr demnächst.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Am Wochenende stehen grosse Ereignisse an: Provincepicknick (Fr) und Ewige Profess in Pittburgh (Sa) und Einkehrtag irgendwoanders (So). Den nächsten Blog gibts also erst nach dem Wochenende, vielleichts aber vorher schon eine Mitteilung auf der Provinzhomepage (www.capuchins.com).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Euch ein schönes Weekend. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/20/final-exam-6769158/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-15:/2009/08/15/zwei-wochen-schon-6730713/</id><title>zwei Wochen --- schon?</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/15/zwei-wochen-schon-6730713/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-15T17:03:40+02:00</published><updated>2009-08-15T17:03:40+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;liebe Freunde,&lt;br&gt;
die Zeit rast, ich bin seit zwei Wochen in den Staaten, und schon wieder ist Wochenende. Nächste Woche endet schon mein Sprachkurs und so langsam organisiert sich alles:&lt;br&gt;
Gestern war ich bei einem Meeting mit Sr. Camile, eine Little Sister of the poor elderly. Wenige Meter vom Kloster ist ein Altenheim, das die Schwestern dort führen, und ich werd da wohl meinen Dienst tun - ein sehr schönes Haus, sehr angenehme Atmosphäre für die alten Menschen dort und ich glaube für mich ein gutes Feld um neue neue Erfahrungen zu machen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zum ersten mal werd ich mir bewusst, dass mein "Hobby" (die Orgel zu hauen) wirklich ein Dienst ist, den viele schätzen, vor allem wenn es nicht genügend Organisten gibt. So zeichnet sich ab, dass ich im Altenheim wohl des öfteren die Tasten schlagen darf und bei einem monatlichen Anbetungsabend der Jugend. Bei uns im Haus sind wir momentan zu dritt und verteilen unsere Talente über den Tag hinweg, damits für die Brüder nicht zu viel wird. Unsere Orgel, aus den 30ern, is trakturmässig katastrophal aber man kann was draus machen. Allerdings bin ich ein paar mal reingefallen, als die Melodie, die mir eigentlich bekannt ist, plötzlich andere Wendungen nahm - interessant ist dass mich die Brüder trotzdem loben --- was ist es nun mit dieser Freundlichkeit? &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es ist wirklich eine sehr schöne Erfahrung für mich von den Brüdern eine solche liebevolle und entgegenkommende Offenheit zu spüren. Und ich glaube es gibt so einige Faktoren die das begünstigen, wir sind 16 junge Brüder, 7 Sprachstudenten, es gibt gutes Essen und die Hausleitung tut auch ihr übriges dazu, vielleicht ist aber auch wirklich eine Mentalitätsfrage (was natürlich bei so vielen Mentalitäten in einem Haus fast nicht haltbar ist, aber wohl auf so manchen zutrifft). Nicht unwesentlich ist, denke ich auch, das ordentlich aufgestellte geistliche Leben hier im Haus. Und es ist interessant, mir fallen in der Liturgie zwar einige Dinge auf, aber es ist ok (und das ist neu für mich).&lt;br&gt;
Nun einige Perspektiven werden in dieser Thematik wohl noch hinzukommen, und so manches wird auch noch spannend werden; für den Moment geniess ichs und an dieser Stelle mal ein Dankeschön an meinen Magister (sonst wäre ich wohl jetzt in England...). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/15/zwei-wochen-schon-6730713/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-12:/2009/08/12/saint-claire-6704115/</id><title>Saint claire</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/12/saint-claire-6704115/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-12T03:13:19+02:00</published><updated>2009-08-12T03:16:39+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Heute ist/war das Fest des heiligen Klara. Das Evangelium sprach heute vom Weinstock und den Reben - ohne mich könnt ihr nichts vollbringen. Was das mit Klara zu tun? Sie wählte ihre Lebensform in radikaler Armut - und das das heute auch möglich ist, haben mir jeweils meine Schwestern, die Klarissen am Dom in Münster, gezeigt. Irgendwie ging ich jedesmal recht betroffen nach Hause und fragte mich, ob - und wenn nein warum nicht - ich diese Ideale von Armut, Minoritas, Brüderlichkeit, etc. lebe.&lt;br&gt;
Diese Gedanken kommen natürlich nicht ohne Grund, vielleicht hab ihr bemerkt dass ich wieder äs und ös schreiben kann, und dass ich wieder auf Skype erreichbar bin, ja ich war shoppen - für einen Schwaben ist ja echt toll, wenn er sieht dass das Gerät in Euros genau so viel kostet wie in Dollar...Freilich ist ein Werkzeug, das man rechter weise gut gebrauchen soll und darf.&lt;br&gt;
Am Sonntag konnte ich die deutsche Gemeinde in Washington besichtigen und so einige Gedanken aus der Predigt sind mir heute wieder aufgetaucht. Die Menschen haben einen leeren Blick, sie sind auf der Suche, sagte der Pfarrer, und findens nicht. Soweit so gut, dumm nur dass sie es nicht merken, die Mensche.  Wie verblendet jagen sie immer neuem Glück nach und können es nur kurzzeitig stillen. Selig die an Gott glauben, denn sie wissen wo das wirkliche Glück liegt, oder? Wissen sie es wirklich? Und hilft das blosse Wissen darum im Alltag?&lt;br&gt;
Ich würde von meiner Erfahrung her sagen, ne. Es muss tiefer gehen, es geht tiefer nur durch konsequente Grenzziehungen (das führt mich weg, das hilft mir), durch Stille und Gebet, durch das Einüben der Liebe (Tanzen heisst nicht um sich selbst drehen).&lt;br&gt;
Vielleicht ist es möglich trotz der vielen Ablenkungen (materieller aber vorallem geistiger Art - nämlich im Planen, Sorgen, Machen) wie Klara in echtem Kontakt mit dem Weinstock Jesus zu bleiben - deus est in notes.&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.fvr.hu/galeria/klara/cimabue01k.jpg" alt="" title="Tafelbild"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/12/saint-claire-6704115/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry><entry><id>tag:bruphi.blog.de,2009-08-08:/2009/08/08/mittwoch-samstag-6681085/</id><title>Mittwoch bis Samstag</title><link rel="alternate" type="text/html" href="http://bruphi.blog.de/2009/08/08/mittwoch-samstag-6681085/"/><author><name>bruphi</name></author><published>2009-08-08T21:23:26+02:00</published><updated>2009-08-08T22:07:22+02:00</updated><content type="html">	&lt;p&gt;Hallo zusammen,&lt;br&gt;
die letzten Tage war wieder genug los, genug zumindest fuer nen neuen Eintrag. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Am Nachmittag hatte ich ein Treffen mit dem Provinzvikar.&lt;br&gt;
Die Kirche in den USA wurde ja ziemlich gebeutelt von den Missbrauchsfaellen. Als Reaktion darauf sind die Dioezesen und Ordensgemeinschaften nun sehr darauf aus sicher zu stellen, dass sich das in Zukunft nicht wiederholt. Wie jeder Bruder bekomm ich ein Heftchen in dem drinsteht, was ich mit sog. Minors tun und zu lassen habe (ein Klaps auf die Schulter - ok; Wrestling - definitiv nein, usw.), aber auch Teilnahme an Workshops ist verpflichtend. Auch gibt es Firmen die das ganze akkreditieren und Workshops anbieten. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Am Nachmittag gabs ne Einfuehrung in Sakristei und Kapelle und am Abend Formationsrunde. Und wieder, ein toller Satz zum Schmunzeln aber auch zum umsetzen - &lt;em&gt;&lt;strong&gt;deus est in notes (3):&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;Es war fuer mich eine krasse Erfahrung, dass die Brueder mich so, mit meinen Schwaechen und Fehlern aufgenommen haben, aber noch krasser fand ich, wie sie all die anderen so aufnehmen konnten. (Br. John)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Gestern gings mit Br. Bob und den anderen Sprachstudenten auf Ausflug nach Philadelphia - schlappe 2,5h Autofahrt einfach, an Baltimore vorbei, auf den grossen Highways - das verrueckteste sind die langen Bruecken auf denen sechs Fahrspuren untergebracht sind - aus Platzgruenden halt uebereinander. Phily selbst ist ne tolle Stadt, fuer die Amerikaner recht wichtig - schliesslich wurde hier die Unabhaengigkeit erklaert. Neben Chinatown, der Klosterpfarrei (die ehrenamtliche Pfoertnerin hat sich gefreut mal wieder deutsch zu sprechen, sie ist seit 40 Jahren in Amerika), Kathedrale und Stadthaus mit der beruehmten Penn-Statue (William Penn, Gruender von ... richtig - Pennsylvania) haben wir eben die Libertybell besichtigt - meine indonesischen Brueder waren stehts darauf versessen Gruppenfotos zu machen aber sind echt liebe und lustige Kerle.&lt;br&gt;
In Philadelphia lohnt sich zum Essen in die UnionStation zu gehen, ein riesiger Essensmarkt, ein Stand neben dem anderen (fast wie im KaDeWe in Berlin nur viel enger) wo es natuerlich auch das typische Chessesteak gibt - lecker.&lt;br&gt;
Gegen Abend sind wir dann natuerlich zur Rushhour zum Postulatshaus das etwas ausserhalb liegt gefahren, haben gevespert, gegessen, ne Hausfuehrung bekommen. 11 Postulanten sind seit zwei Wochen dabei sich hier einzuleben. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/dscf0855/3767089" title="DSCF0855"&gt;&lt;img src="http://data5.blog.de/media/089/3767089_2530226acc_m.jpg" alt="DSCF0855"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Heute war fuer mich ein Studien und Arbeitstag. Waschen, Buegeln, Putzen und Kochen - alles gar etwas anders als bei uns. Beim Waschen gehts nur nach Farbe so muss man eben hoffen, dass die Maschine weiss wie heiss sie waschen muss, dafuer gehts recht schnell (40 Minuten waschen, 20 Min. trockne und dann jahaa buegeln... - kein Kommentar). Auch putzen geht recht flink, es gibt hier feuchte Tuecher, die tut man auf den Mob, putzt und fertig. Kochen, geht auch recht fix, weil noch einiges uebrig ist von den anderen Mahlzeiten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was das Essen angeht, gibts eigentlich nur eine gemeinsame Mahlzeit und zwar am Abend. Hier im Haus ist ein ausgezeichneter Koch angestellt - Top. Hier gilt sonst aber die Devise: geh in den Kuehlschrank (ja richtig gelesen: in den K.) und bedien dich - da hab ich auch schon andere Devisen gehoert...&lt;br&gt;
Gerade Samstags bruzzelt jeder so sein eigenes Zeugs zusammen - und vielleicht isses auch gut so...&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Soweit also mal. Euch nen schoenen Sonntag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://bruphi.blog.de/2009/08/08/mittwoch-samstag-6681085/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</content></entry></feed>
